Economy first! – Kein Recht auf eine Zukunft

Was ist es für eine Welt, in der Arbeitsplätze wichtiger sind als Umweltschutz, Profit mehr zählt als Gesundheit, das Wort der Konzerne über dem der Wissenschaft steht? Was ist es für eine Welt, in der die Wirtschaft zuerst kommt und die Menschlichkeit zuletzt? Es ist die Welt, in der wir leben, aber es ist nicht mehr unsere!

Die Politik zeigt es uns allzu deutlich am aktuellen Thema des Klimawandels. Abgesehen davon, dass es immer noch Parteien gibt, die diesen leugnen, wurden die Ziele des Pariser Klimaabkommens nicht eingehalten. Im Gegenteil, man steuert in die entgegengesetzte Richtung. Es gibt also einen klaren Anstieg der Emissionen, was auch nicht verwunderlich ist, da von Seiten der Politik zu wenig gehandelt wird. Dies kann jedoch wohl kaum am Geld liegen, denn nur 0,5 % des Bruttoinlandproduktes wurden in den Klimaschutz investiert. Und das ist zu wenig, ja eigentlich nichts dafür, dass es darum geht, die Erde mit all ihren Lebewesen zu retten.
Schon längst ist es erwiesen, dass wir jetzt etwas ändern müssen. Doch man sieht lieber weg, verschiebt den Kohleausstieg lieber mit dem Argument, dass es um 18.000 Arbeitsplätze geht. Natürlich ist es nicht unbedeutend, schließlich sind es Zehntausende von Schicksalen, doch 12.000 Menschen von denen, die noch in Kohlekraftwerken arbeiten, gehen in den nächsten zehn Jahren ohnehin in Rente. Aber uns betrifft es. Wir sind die, die die Folgen des Klimawandels miterleben müssen.
Genau aus diesem Grund stellt die Organisation FridaysForFuture Forderungen wie zum Beispiel die Einführung einer CO2-Steuer, wie es sie unter anderem schon in der Schweiz gibt. Allgemein hat man sehr viele Möglichkeiten, die Emissionen zu verringern, die jedoch von Seiten der Politik zu wenig realisiert werden, und stattdessen werden Wälder gerodet, um Braunkohle abzubauen, weil dies viel Profit bringt – nur eben nicht uns. Wir erhalten dadurch nicht nur keinen materiellen Gewinn, sondern machen auch hier wieder einen Schritt in Richtung Abgrund.

Wir müssen endlich verstehen, dass es kein Nach dem Klimawandel geben wird, wenn wir nichts tun. Denn Klimagerechtigkeit fängt bei jedem einzelnen von uns  an. Wir tragen auch die Verantwortung, klimafreundlich zu leben und auszusprechen, was sich ändern muss, und die Politik trägt die Verantwortung, uns und vor allem der Wissenschaft zuzuhören und die Forderungen zur Klimagerechtigkeit umzusetzen und zwar vor denen der Konzerne.
Weil wir das Recht auf eine Zukunft haben!

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