Der erste Boys‘- and Girls‘ Day im Staatsarchiv Hamburg

Am 28. 03. 2019 fand zum ersten Mal der Boys‘- and Girls‘ Day  im Staatsarchiv Hamburg statt. Die neun Teilnehmer wurden von ihren Geschichtslehrern vorgeschlagen und kamen aus verschiedenen Schulen, aus Hamburg und aus dem Umland.

Um 9:00 Uhr fanden sich alle in der Eingangshalle zusammen, um danach von Melanie Pieper, der Leiterin der Geschäftsstelle, in den ersten Stock begleitet und anschließend in die Bibliothek geführt zu werden. Danach wurde uns etwas über die Archivierung der heutigen und der damaligen Akten erzählt. Früher wurden die Akten in sogenannten „Aktenschränken“ gelagert, die den Teilnehmern auch gezeigt wurden. Heutzutage jedoch werden viele Akten digital archiviert. Daraufhin wurde erklärt, wie die Akten archiviert werden: Zuerst müssen jegliche Metall- bzw. Kunststoffteile, wie z.B. Büroklammern oder Klarsichtfolien, entfernt werden. Diese könnten nämlich dazu führen, dass das Papier, z.B. durch Rostflecken, beschmutzt wird. Dann wurde uns gesagt, warum das Aktenlager in verschiedenen Blautönen gekachelt ist: Es soll an das ewige Eis erinnern, in dem das Wissen eingeschlossen ist. Bedauerlicherweise konnten wir diesen Teil des Archives nicht besuchen. Jedenfalls müssen, die nun von Metall und Kunststoff entfernten Akten, in entsäuerte Kartonschachteln gelegt werden, damit sie am längsten haltbar sind.

Manche Quellen zu entschlüsseln kostet viel Zeit und Aufwand, wie die Schülerinnen und Schüler am eigenen Leib bei einem Text, der in „Sütterlin“ geschrieben war, zu spüren bekamen.

Außerdem wurden uns mehrere, wertvolle Bücher gezeigt. Hier zwei Beispiele: Das älteste Buch, und damit eines der wertvollsten, stammte aus dem Jahre nb1643. Das teuerste war 1200 € wert, stammte aus dem Jahre 1851, und war ein hamburger Reiseführer. Es gab noch viele weitere wertvolle Bücher.

Kurz vor Schluss durften wir, entweder in Gruppen oder alleine, Collagen zum Thema „Was bedeutet uns Geschichte?“ basteln. Um ca. 13:00 Uhr endete die lehrreiche Veranstaltung.

Ein Bericht von Michael Markwart, Klasse 7a

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